
Was verrät unsere Schlafposition über uns?
Seitenschläfer sollen sensibel und ausgeglichen sein, Rückenschläfer selbstbewusst. Und wer mit der Partnerin oder dem Partner nicht mehr eng umschlungen einschläft – hat der etwa ein Beziehungsproblem?
Klingt spannend. Wissenschaftlich betrachtet ist es allerdings nicht ganz so einfach.
„Für einen direkten Zusammenhang zwischen Schlafposition und Persönlichkeit gibt es bislang keine belastbaren Belege“, erklärt Prof. Priv.-Doz. Dr. med. MHBA Kneginja Richter, Chefärztin der CuraMed Tagesklinik Nürnberg. Wie wir schlafen, wird vor allem durch unsere Gewohnheiten und körperlichen Voraussetzungen beeinflusst. Was allerdings stimmt: Frisch Verliebte schlafen tatsächlich häufig nahe beieinander. Paare, die bereits lange zusammen sind, halten dagegen nachts oft mehr Abstand zueinander. Über die Qualität der Beziehung sagt das jedoch wenig aus: Manchmal bedeutet mehr Abstand im Bett einfach nur, dass beide so besser schlafen.
Und darauf kommt es an: Unsere Schlafposition verrät weniger über unseren Charakter, dafür aber einiges darüber, was unser Körper braucht, um gut zu schlafen. Unsere Schlafexpertin Prof. (TH Nürnberg) Priv.-Doz. Dr. med. Kneginja Richter, MHBA, Chefärztin der CuraMed Tagesklinik Nürnberg, hat das Thema für BILD wissenschaftlich eingeordnet.
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