Einladung zur Fortbildung und zum persönlichen Austausch

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gerne möchten wir uns für die bisherige vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken und Sie zur Fortbildung und zum gemeinsamen Austausch am 09. Oktober 2025 in unsere Tagesklinik einladen.

Programm

  • 17:00 Uhr
    Begrüßung mit Apéro und Snacks
  • 17:15 Uhr
    Pharmakologische Behandlung von Depressionen und Schlafstörungen
    Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Matthias J. Müller
    Medizinischer Geschäftsführer (CMO)  CuraMed Kliniken 
    Prof. (TH Nürnberg) Priv.-Doz. Dr. med. Kneginja Richter
    Chefärztin CuraMed Tagesklinik Nürnberg 
  • 18:00 Uhr
    Schluss mit Kopfkino: Eine Einführung in die Metakognitive Therapie
    Dr. med. Franziska van Hall
    Ärztliche Direktorin CuraMed Kliniken 
  • 18:45 Uhr
    Diskussion
    Führung durch unsere Klinikräumlichkeiten

Für die Veranstaltung werden CME-Punkte bei der Bayerischen Landesärztekammer beantragt.
Das Siegel „CME-zertifizierte Fortbildung“ wird entsprechend ausgewiesen.

CME-Zertifizierung
CME-Zertifizierung

Veranstaltungsort

Außenansicht CuraMed Tagesklinik Nürnberg
Außenansicht CuraMed Tagesklinik Nürnberg

Vorträge

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Matthias J. Müller

Medizinischer Geschäftsführer (CMO)
CuraMed Kliniken

Apl. Professor für Psychiatrie an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Zusatzbezeichnungen: Krankenhaushygiene, Palliativmedizin, ärztliches Qualitätsmanagement

Prof. (TH Nürnberg) Priv.-Doz. Dr. med. Kneginja Richter

Chefärztin
CuraMed Tagesklinik Nürnberg

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Schlafmedizin

Pharmakologische Behandlung von Depressionen und Schlafstörungen

Die pharmakologische antidepressive Therapie unipolar depressiver Störungen umfasst ein breites Spektrum an zugelassenen Substanzen. Neben selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI, v.a. Sertralin, Citalopram) und selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI, v.a. Duloxetin, Venlafaxin) wird Mirtazapin häufig primär eingesetzt. Des Weiteren kommen Agomelatin, Bupropion, Trizyklische Antidepressiva (TZA), Trazodon, Tianeptin sowie Hypericum-Präparate und MAO-Hemmer zur Anwendung. Bei therapieresistenter Depression werden pharmakologische Augmentationsstrategien mit Lithium oder Quetiapin sowie zunehmend auch Esketamin eingesetzt. Die personalisierte Behandlung von Depressionen gewinnt auch beim Einsatz von Antidepressiva an Bedeutung, da Wirksamkeitsunterschiede zwischen den zugelassenen Substanzen entsprechend der verfügbaren Evidenz gering sind und standardisierte Ansätze häufig zu keiner zufriedenstellenden Wirkung führen. Die Auswahl und die Dosierung des Antidepressivums sollte sich daher entsprechend der aktuellen Leitlinie (1) am Wirkungs- und Nebenwirkungsprofil der Substanzen und an den individuellen klinischen Merkmalen (Schweregrad, Symptomprofil, Komorbiditäten) sowie den bisherigen Erfahrungen und den Präferenzen der Patientinnen und Patienten orientieren, aber auch Praktikabilität (insbesondere beim Wirkungsmonitoring) und Wirtschaftlichkeit sowie die Anwendungserfahrungen der Behandelnden berücksichtigen. Im Verlauf der Behandlung mit Antidepressiva können neben klinischen und testpsychologischen Indikatoren auch biologische Marker (z.B. Serumspiegel, genetische Varianten) personalisierte Therapieentscheidungen (Aufdosierung, Zieldosis, Umsetzen) unterstützen. Zudem eröffnen digitale Biomarker und KI-gestützte Modelle zukünftige Möglichkeiten der Vorhersage von Therapieansprechen und Rückfällen. Die evidenzbasierte pharmakologische Behandlung der Insomnie orientiert sich an internationalen und nationalen Leitlinien (2), die zunächst nicht-medikamentöse Maßnahmen wie kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) empfehlen. Medikamente werden vor allem bei schwerer Symptomatik oder Therapieresistenz eingesetzt. Kurzfristig können Benzodiazepin-Rezeptor-Agonisten (Z-Substanzen wie Zolpidem, Zopiclon) wirksam sein, sind jedoch aufgrund von Abhängigkeitsrisiken limitiert. Melatonin-Agonisten, niedrig dosiertes Doxepin und Daridorexant gelten als sichere Alternativen, insbesondere für ältere Patienten. Antidepressiva wie Trimipramin, Trazodon oder Mirtazapin werden off-label genutzt, können jedoch auch anhand der aktuellen Leitlinien in Einzelfällen empfohlen werden.

Dr. med. Franziska van Hall

Ärztliche Direktorin
CuraMed Kliniken

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Schluss mit Kopfkino: Eine Einführung in die Metakognitive Therapie

Gedanken sind meist flüchtige, kurzfristige Phänomene. Dennoch können sie unser emotional-seelisches und auch körperliches Wohlbefinden maßgeblich beeinflussen. Insbesondere psychische Erkrankungen lassen sich dahingehend beschreiben, in welchem Ausmaß bestimmte Gedanken immer wieder durchgegangen, vertieft und bearbeitet werden, beispielsweise im Rahmen von Grübelschleifen, Sich-Sorgen und Monitoring (kognitives Aufmerksamkeitssyndrom = CAS). Bei der Auswahl und Steuerung dieser Denkmuster sind die sogenannten Metakognitionen sehr bedeutsam. Gemeint ist die Auseinandersetzung mit und Beziehung zu unseren inneren kognitiven Prozessen: Das Denken über das eigene Denken. Vor dem Hintergrund des heutigen Wissens, dass Metakognitionen Krankheit besser prädizieren als Kognitionen, entwickelte Adrian Wells die Metakognitive Therapie. Wesentliche Ziele der MCT sind die Beseitigung des kognitiven Aufmerksamkeitssyndroms (CAS), eine Modifizierung dysfunktionaler metakognitiver Überzeugungen und die Verbesserung metakognitiver Kontrolle. Bisherige Studien bieten Evidenz für eine rasche und nachhaltige klinische Wirksamkeit vom MCT bei zahlreichen psychischen Erkrankungen. Im Vortrag werden erste Grundlagen der MCT vermittelt und wesentliche Techniken wie Losgelöste Achtsamkeit, Einsatz von Metaphern und Aufmerksamkeitstraining vorgestellt.

Anmeldung zur Fortbildungsveranstaltung

Ja, ich möchte mich zur Fortbildung am 09. Oktober 2025 anmelden.

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